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Romeo und Julia 1968: Besetzung, Musik, Trailer und mehr

Leon Maximilian Fischer Wagner • 2026-09-04 • Gepruft von Mia Schneider

Es gibt Filme, die uns ein Leben lang begleiten – und dann gibt es solche, die bereits nach den ersten Minuten ihren Platz in der Filmgeschichte sichern; Franco Zeffirellis „Romeo und Julia“ von 1968 gehört eindeutig zur zweiten Kategorie. Mit jungen, unverbrauchten Gesichtern und einer unbändigen Spielfreude gelang dem italienischen Regisseur ein Meisterwerk, das bis heute polarisiert.

Regisseur: Franco Zeffirelli ·
Veröffentlichungsjahr: 1968 ·
Laufzeit: 138 Minuten ·
Hauptdarsteller: Leonard Whiting, Olivia Hussey ·
Auszeichnungen: 2 Oscars (Beste Kamera, Beste Kostüme)

Kurzüberblick

1Bestätigte Fakten
  • Premiere am 4. März 1968 in Großbritannien (Wikipedia DE)
  • Hauptdarsteller Leonard Whiting (17) und Olivia Hussey (15) (IMDb)
  • Musik von Nino Rota (Wikipedia DE)
2Was unklar ist
  • Das genaue Budget variiert in Quellen zwischen 1,2 und 2 Mio. USD (Wikipedia DE)

Details zur deutschen Synchronregie sind nicht vollständig dokumentiert.

Ob alle Trailer-Szenen tatsächlich aus dem Film stammen, ist diskutabel.

3Zeitleisten-Signal

Der Film erschien 1968 – mitten in der gesellschaftlichen Umbruchphase der 68er-Bewegung.

Die Nacktszenen sorgten international für Altersfreigabe-Debatten.

4Wie es weitergeht

Der Film bleibt auf Streaming-Plattformen wie Amazon Prime verfügbar (JustWatch).

Eine restaurierte Fassung ist im Handel und gelegentlich im Fernsehen zu sehen.

Die zentralen Produktionsdaten und kommerziellen Kennzahlen im Überblick.

Die wichtigsten Fakten auf einen Blick
Regisseur Franco Zeffirelli
Jahr 1968
Länge 138 Minuten
Sprache Englisch, Italienisch; deutsche Synchronfassung vorhanden
Budget ca. 1,5 Millionen US-Dollar
Einspielergebnis über 39 Millionen US-Dollar (Stand 1970)

Wer spielt in Romeo und Julia 1968?

Hauptdarsteller und Rollen

Die Besetzungsliste folgt den Credits von IMDb.

  • Romeo Montague: Leonard Whiting – damals 17 Jahre alt
  • Julia Capulet: Olivia Hussey – mit 15 Jahren die jüngste Schauspielerin in einer Hauptrolle
  • Mercutio: John McEnery
  • Bruder Lorenzo: Milo O’Shea
  • Lady Capulet: Natasha Parry
  • Lord Capulet: Paul Hardwick

Quelle: IMDb

Nebenbesetzung und Cameos

Neben den Hauptdarstellern komplettieren Pat Heywood (als Amme) und Michael York (als Tybalt) das Ensemble. York, der später durch „Cabaret“ berühmt wurde, spielte hier eine seiner ersten Filmrollen.

Was das bedeutet

Zeffirellis Entscheidung, echte Teenager zu besetzen, verlieh dem Film eine seltene emotionale Unmittelbarkeit – und löste gleichzeitig eine Debatte über den Schutz jugendlicher Darsteller aus.

Die Mischung aus authentischem Altersbild und öffentlicher Debatte erklärt, warum der Film bis heute als Meilenstein und Reizfigur zugleich gilt.

Kann man Romeo und Julia 1968 auf Deutsch ansehen?

Streaming-Dienste mit deutscher Synchronisation

Der Film ist bei Amazon Prime und auf YouTube (als Kauf- und Leihversion) verfügbar. Die deutsche Synchronfassung existiert seit den 1970er Jahren und wird bei den meisten digitalen Anbietern mitgeliefert. (Prime Video)

Kaufmöglichkeiten auf DVD/Blu-ray

Mehrere Verlage haben den Film auf DVD und Blu-ray herausgebracht – darunter eine restaurierte Fassung mit umfangreichem Bonusmaterial. Achten Sie auf die Regionalcodierung für den deutschen Markt.

Verfügbarkeit im deutschen Free-TV

Gelegentlich zeigen Sender wie BR und ARTE den Film – oft in der deutschen Synchronisation. Eine regelmäßige Ausstrahlung ist nicht garantiert.

Vorsicht vor illegalen Streams

Kostenlose Streams auf nicht lizenzierten Seiten sind in Deutschland rechtswidrig. Nutzen Sie nur geprüfte Anbieter – das schützt Sie vor Abmahnungen und unterstützt die Filmemacher.

Wer den Film legal sieht, sichert sich nicht nur die beste Bildqualität, sondern vermeidet zugleich die rechtlichen Risiken ungeprüfter Streams.

Welche Musik erklingt in Romeo und Julia 1968?

Komponist der Filmmusik

Die gesamte Filmmusik stammt von Nino Rota, dem Hauskomponisten von Federico Fellini. Seine unvergessliche Melodie begleitet die Liebesszenen und verleiht dem Drama eine fast opernhafte Tragweite.

Bedeutende Musikstücke und Szenen

Das Hauptthema „What is a Youth?“ – gesungen von Glen Weston – ist untrennbar mit der Balkonszene verbunden. Eine instrumentale Version, arrangiert von Henry Mancini, erreichte 1969 Platz 1 der US-Charts.

„What is a youth? Impetuous fire. / What is a maid? Ice and desire.“

Glen Weston, Gesang des Titellieds „What is a Youth?“

Veröffentlichung des Soundtracks

Das offizielle Soundtrack-Album wurde mehrfach neu aufgelegt, zuletzt in einer digital remasterten Edition von 2020. Es enthält die vollständige Orchestersuite.

Der Überraschungshit

Das Liebesthema aus „Romeo und Julia“ ist eines der erfolgreichsten Instrumentalstücke der 60er – und wurde über 40 Jahre später noch in Fernsehserien wie „The Simpsons“ zitiert.

Die anhaltende Präsenz des Themas in Popkultur und Fernsehen zeigt, wie tief Rotas Melodie im kollektiven Gedächtnis verankert ist.

Wo findet man den Trailer zu Romeo und Julia 1968?

Offizielle Trailer und Teaser

Der offizielle Kinotrailer ist auf YouTube (Kanal des Verleihs Paramount Pictures) und in Filmarchiven wie dem British Film Institute verfügbar. Wer gezielt sucht, nutzt am besten diese YouTube-Suche.

Unterschiede zwischen internationalen und deutschen Trailern

Während der US-Trailer die dramatische Liebesgeschichte betont, hob der deutsche Trailer stärker die exotischen italienischen Drehorte hervor – eine Strategie des damaligen Verleihs United Artists.

Historische Trailer aus dem Jahr 1968

Original-Trailer auf 35 mm sind selten, aber in den Bonusmaterialien der Blu-ray enthalten. Sie zeigen Szenen und Schnittfassungen, die im fertigen Film nicht vorkommen.

Die Unterschiede zwischen Werbematerial und Endfassung machen deutlich, wie stark Trailer der 1960er Jahre als eigenständige Marketing-Formate gearbeitet haben.

Wie unterscheidet sich Romeo und Julia 1968 von der Version 1996?

Ein Vergleich der beiden Verfilmungen zeigt zwei völlig unterschiedliche Regieansätze – dennoch teilen sie das gleiche Shakespeare-Original.

„Good night, good night! Parting is such sweet sorrow, / That I shall say good night till it be morrow.“

William Shakespeare, Romeo und Julia (Balkonszene)

Die zentralen Unterschiede im direkten Vergleich:

Kriterium 1968 (Franco Zeffirelli) 1996 (Baz Luhrmann)
Besetzung Romeo Leonard Whiting (17 Jahre) Leonardo DiCaprio (21 Jahre) (Wikipedia EN)
Besetzung Julia Olivia Hussey (15 Jahre) Claire Danes (17 Jahre)
Schauplätze Historische italienische Drehorte (Toskana, Umbrien) Moderne „Verona Beach“-Kulisse in Florida
Sprache Originalsprache mit deutschem Untertitel / Synchronisation Englisch (zeitgenössischer Slang gemischt mit Originaltext)
Filmmusik Klassisches Orchester von Nino Rota Pop-Rock-Soundtrack (u.a. Radiohead, The Cardigans) (Wikipedia EN)
Nacktszenen Vorhanden, kontrovers diskutiert Fehlen vollständig
Kosten ca. 1,5 Mio. USD ca. 14,5 Mio. USD (geschätzt)
Einspielergebnis (weltweit) über 39 Mio. USD (Stand 1970) ca. 147 Mio. USD

Die 1968er Version überzeugt durch historische Authentizität und echte Teenager-Darsteller, die 1996er Fassung durch visuelle Wucht und einen Soundtrack, der eine ganze Generation prägte. Beide Filme haben auf ihre Weise Shakespeares Tragödie einem neuen Publikum erschlossen.

Wer die zeitgenössische Kritik nachvollziehen möchte, findet in Roger Eberts Rezension von 1968 ein Beispiel für die begeisterte Aufnahme. (RogerEbert)

Fazit: Zeffirellis Version liefert die ursprüngliche, ungeschönte Tragödie – mit jungen Darstellern, italienischen Landschaften und Rotas Orchesterklang. Luhrmanns Fassung bietet dagegen ein modernes, temporeiches Erlebnis mit Pop-Soundtrack.

Für das deutschsprachige Publikum bleibt entscheidend: Zeffirellis Film ist auf legalen Streaming-Plattformen leicht zugänglich und bietet eine deutsche Synchronisation. Die Entscheidung, echte Jugendliche zu besetzen, macht die Liebesgeschichte greifbar – und die Kontroverse um die Nacktszenen zeigt, wie sehr sich die Sehgewohnheiten seit 1968 verändert haben. Für Cineasten, die Shakespeares Werk in seiner ursprünglichen Form erleben wollen, bleibt Zeffirellis 1968er Fassung der goldene Standard.

Häufig gestellte Fragen

Wer komponierte die Musik zu Romeo und Julia 1968?

Die Filmmusik stammt von Nino Rota, einem der bedeutendsten italienischen Filmkomponisten.

Ist Romeo und Julia 1968 jugendfrei?

Der Film enthält Nacktszenen und wurde in vielen Ländern erst ab 16 freigegeben. In Deutschland lief er mit einer FSK-12-Freigabe (nach einer Schnittfassung).

In welchen Ländern spielt der Film?

Die Dreharbeiten fanden hauptsächlich in Italien statt – in der Toskana und in Umbrien. Die Kulissen zeigen historische Städte wie Gubbio und Pienza.

Wie lang ist der Film?

Die Laufzeit beträgt exakt 138 Minuten (ungekürzte Fassung).

Gibt es eine deutsche Synchronisation?

Ja, eine deutsche Synchronfassung wurde in den 1970er Jahren erstellt und ist auf allen offiziellen DVD- und Streaming-Versionen enthalten.

Welche Oscars gewann Romeo und Julia 1968?

Der Film gewann zwei Oscars: Beste Kamera (Pasqualino De Santis) und Beste Kostüme (Danilo Donati).

Wo wurde Romeo und Julia 1968 gedreht?

Die Außenaufnahmen entstanden in der italienischen Region Toskana und in Umbrien, die Innenaufnahmen in den Cinecittà-Studios in Rom.

Ist Romeo und Julia 1968 ein Musical?

Nein, es ist ein klassisches Shakespeare-Drama mit einer orchestralen Filmmusik, aber ohne gesungene Dialoge. Das Titellied „What is a Youth?“ ist Teil der Filmmusik, wird aber nicht von den Darstellern gesungen.

Damit sind die wichtigsten Fragen rund um Zeffirellis Klassiker beantwortet – von der Besetzung bis zur legalen Streaming-Verfügbarkeit.


Leon Maximilian Fischer Wagner

Uber den Autor

Leon Maximilian Fischer Wagner

Die Berichterstattung wird fortlaufend mit transparenter Quellenprüfung aktualisiert.