Wed, Sep 9 Morgenausgabe Deutsch
filmfokus.de Filmfokus Hintergrundupdate
Aktualisiert 01:49 16 Artikel heute
Blog Branchenmeldungen Film-Besetzung Hinter den Kulissen Promi-Nachrichten TV-Besetzung

TV-L Tarifverhandlungen 2025: Abschluss, Termine, Tabellen

Leon Maximilian Fischer Wagner • 2026-09-05 • Gepruft von Mia Schneider

Wer im öffentlichen Dienst der Länder arbeitet, hat einiges zu verdauen: fünf Prozent plus, verteilt auf drei Schritte, eine lange Laufzeit – und Fristen, die bis März 2026 reichen. Die gute Nachricht: Der Abschluss für den TV-L 2025/26 steht. Die praktische Frage: Was bedeutet das konkret für Gehälter, Stufen und Zulagen in Berlin? Dieser Artikel liefert die Einordnung für E10, E11, E13 und A13, verknüpft mit Tabellen, Terminen und einer realistischen Vorschau auf 2026.

Tarifabschluss: 5,8 Prozent Entgeltsteigerung in drei Schritten ·
Erste Erhöhung: 2,8 Prozent ab 1. April 2026, mindestens 100 Euro ·
Gewerkschaftsforderung: 7 Prozent mehr, mindestens 300 Euro ·
Erklärungsfrist: bis 13. März 2026 ·
Schichtzulage: steigt von 40 € auf 100 €

Kurzüberblick

1Abschluss 2025/26
2Forderungen
3Berlin
4Stufen & Sonderzahlung
  • Tabellenentgelt hängt von Entgeltgruppe und Stufe ab (oeffentlichen-dienst.de)
  • Jahressonderzahlung ist tariflich geregelt (Haufe (Fachverlag))
  • Stufenaufstieg erhöht das Tabellenentgelt innerhalb der Entgeltgruppe (Freie Universität Berlin)

Wann kommt die nächste Tariferhöhung bei TV-L?

Was wurde bei der TV-L-Tarifrunde 2025/26 beschlossen?

  • Der TV-L-Abschluss sieht eine Entgelterhöhung von insgesamt 5,8 Prozent in drei Schritten vor: 2,8 Prozent ab 1. April 2026, 2,0 Prozent ab 1. März 2027 und 1,0 Prozent ab 1. Januar 2028 (Berlin.de Anlage 1 Tarifeinigung).
  • Die Laufzeit des Abschlusses beträgt 27 Monate – vom 1. November 2025 bis zum 31. Januar 2028 (Freie Universität Berlin (Dienstleistungseinrichtung)).

Wann greift die erste Tariferhöhung?

  • Zum 1. April 2026 steigen die Entgelte um 2,8 Prozent, mindestens 100 Euro (Berlin.de Rundschreiben IV Nr. 14/2026).
  • Für die Zeit vom 1. November 2025 bis 31. März 2026 gilt eine vorläufige Entgelttabelle ohne Erhöhung – nach Angaben von oeffentlichen-dienst.de (Tarifdatenbank).

Was bedeutet die Erklärungsfrist bis zum 13. März 2026?

  • Die Tarifvertragsparteien einigten sich auf eine Erklärungsfrist bis zum 13. März 2026 (Freie Universität Berlin).
  • Nach Ablauf der Frist beginnen die Redaktionsverhandlungen zur endgültigen Ausgestaltung des Tarifvertrags (GEW (Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft)).
  • Die Frist endete ohne Einspruch (Freie Universität Berlin).
Fazit: Die erste Erhöhung kommt am 1. April 2026 – für alle Beschäftigten, die unter den TV-L fallen. Wer in Berlin arbeitet, profitiert von der vollen Steigerung, weil das Land den Abschluss übernommen hat.

Wie hoch ist die Gehaltserhöhung im TV-L in Berlin?

Wie viel mehr Geld erhalten TV-L-Beschäftigte in Berlin?

  • Die Gewerkschaften forderten 7 Prozent mehr Gehalt, mindestens 300 Euro (GEW NRW (Landesverband der Bildungsgewerkschaft)).
  • Der erzielte Abschluss liegt mit 5,8 Prozent klar unter der Forderung, sichert aber eine Mindesterhöhung von 100 Euro in der ersten Stufe (Berlin.de).
  • Berlin ist ein TV-L-Land; der Abschluss gilt für die Beschäftigten des Landes (Freie Universität Berlin).

Welche Rolle spielt die Mindesterhöhung von 100 Euro?

  • Für niedrige Entgeltgruppen (z. B. E1–E4) kann die Mindesterhöhung von 100 Euro die prozentuale Steigerung von 2,8 Prozent übersteigen – effektiv liegt der Zuwachs dann höher als der Durchschnitt (Haufe (Fachverlag für Personalrecht)).
  • Das bedeutet: Geringverdiener im öffentlichen Dienst profitieren überproportional (Berlin.de).

Welche Zulagen wurden zusätzlich erhöht?

  • Die Schichtzulage steigt von 40 € auf 100 €, die Wechselschichtzulage von 105 € auf 200 € (oeffentlichen-dienst.de (Tarifdatenbank)).
  • In Kliniken steigt die Schichtzulage von 60 € auf 100 € (oeffentlichen-dienst.de).
Was das bedeutet

Ein Beschäftigter in E5, Stufe 1, erhält durch die Mindesterhöhung effektiv knapp 3,5 Prozent mehr – während ein E13-Beschäftigter exakt die 2,8 Prozent bekommt. Die Schere zwischen oben und unten bleibt stabil, wird aber nicht größer.

Wie hoch ist die Jahressonderzahlung im TV-L?

Welche Funktion hat die Jahressonderzahlung im TV-L?

  • Die Jahressonderzahlung ist ein tariflicher Bestandteil, der einmal jährlich ausgezahlt wird und das Jahreseinkommen aufbessert (Haufe (Fachverlag)).
  • Sie wird nach Entgeltgruppe und Stufe berechnet und ist nicht mit dem monatlichen Tabellenentgelt identisch (Freie Universität Berlin).

Wo ist die Jahressonderzahlung geregelt?

  • Die Sonderzahlung ist im § 20 TV-L geregelt und variiert je nach Entgeltgruppe und Familienstand (Haufe).
  • Für ledige Beschäftigte liegt sie bei rund 60–80 Prozent eines Monatsentgelts, für Verheiratete höher (oeffentlichen-dienst.de).

Wie unterscheidet sich die Sonderzahlung vom Tabellenentgelt?

  • Das Tabellenentgelt wird monatlich ausgezahlt und bildet das Grundgehalt; die Jahressonderzahlung ist eine separate, einmalige Zahlung (Freie Universität Berlin).
  • Durch die Erhöhung der Tabellenentgelte steigt auch die Jahressonderzahlung, da sie prozentual vom Tabellenentgelt abhängt (Haufe).
Fazit: Die Jahressonderzahlung ist kein Geheimnis, aber viele Beschäftigte wissen nicht, wie viel sie bekommen. Für einen E11-Beschäftigten in Stufe 3 mit Familie sind das gut 2.500 Euro extra – jedes Jahr. Wer den Abschluss 2025/26 versteht, sollte auch die Sonderzahlung im Blick haben.

Wann kommt man in die nächste Stufe im TV-L?

Welche Stufenlaufzeiten gelten im TV-L?

  • Im TV-L hängt das Tabellenentgelt von der Entgeltgruppe und der Stufe ab – insgesamt gibt es sechs Stufen pro Gruppe (oeffentlichen-dienst.de (Tarifdatenbank)).
  • Die Stufenlaufzeiten: Stufe 1 zu 2: 1 Jahr, Stufe 2 zu 3: 2 Jahre, Stufe 3 zu 4: 3 Jahre, Stufe 4 zu 5: 4 Jahre, Stufe 5 zu 6: 5 Jahre (Freie Universität Berlin).

Wie wirkt sich ein Stufenaufstieg auf das Entgelt aus?

  • Mit jeder Stufe steigt das Tabellenentgelt innerhalb derselben Entgeltgruppe – die Sprünge liegen zwischen 50 und 250 Euro brutto (oeffentlichen-dienst.de).
  • Ein Aufstieg von Stufe 2 in Stufe 3 in E10 bedeutet rund 1.000 Euro mehr im Jahr (Berechnung nach Berliner Tabelle).

Gibt es Unterschiede zwischen den Entgeltgruppen?

  • Die Stufenlaufzeiten sind für alle Entgeltgruppen identisch, die absoluten Steigerungen variieren: In höheren Gruppen (E13, E15) sind die Stufensprünge betragsmäßig größer (Haufe (Fachverlag)).
  • In der Entgeltgruppe E11 Stufe 3 liegt das Tabellenentgelt 2026 bei rund 4.200 Euro – nach der ersten Erhöhung (oeffentlichen-dienst.de).
Der Haken

Der Stufenaufstieg erfolgt automatisch, aber nur bei ununterbrochener Beschäftigung. Elternzeit oder längere Krankheit können die Laufzeit unterbrechen. Wer die Stufen kennt, kann mit dem Abschluss 2025/26 grob kalkulieren: Die Erhöhung kommt on top auf den Stufenfortschritt – doppeltes Plus also.

Wie hoch sind die Entgelttabellen für den TV-L-Bereich in Berlin im Jahr 2026?

Sechs Entgeltgruppen, sechs Stufen – ein Muster: Die Berliner Tabelle für den Zeitraum April 2026 bis Februar 2027 zeigt klare Abstufungen.

Entgeltgruppe Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Stufe 4 Stufe 5 Stufe 6
E10 ca. 3.400 € ca. 3.700 € ca. 4.000 € ca. 4.300 € ca. 4.600 € ca. 4.900 €
E11 ca. 3.600 € ca. 3.900 € ca. 4.200 € ca. 4.500 € ca. 4.800 € ca. 5.100 €
E13 ca. 4.100 € ca. 4.500 € ca. 4.900 € ca. 5.300 € ca. 5.700 € ca. 6.100 €

Die Werte sind gerundete Schätzungen auf Basis der Berliner Tariftabelle 2026 (April–Februar 2027) unter Berücksichtigung der ersten Erhöhung um 2,8 % plus Mindesterhöhung 100 €. (Berlin.de Rundschreiben IV Nr. 14/2026)

Wie hoch ist das Gehalt in der Entgeltgruppe 10 des TV-L Berlin?

  • In E10 liegen die Tabellenentgelte je nach Stufe zwischen etwa 3.400 € und 4.900 € brutto monatlich (Stand April 2026) (Berlin.de).

Wie hoch ist das Gehalt in der Entgeltgruppe E13 TV-L Berlin?

  • E13 (wissenschaftliche Mitarbeiter, viele Fachkräfte) startet bei rund 4.100 € brutto in Stufe 1 und erreicht in Stufe 6 etwa 6.100 € (Berlin.de).

Wie hoch ist das Gehalt in der Entgeltgruppe E11 in Berlin?

  • E11 (Sachbearbeitung, technische Angestellte) bewegt sich zwischen 3.600 € und 5.100 € brutto (Berlin.de).

Wie hoch ist das Gehalt eines A13-Lehrers in Berlin?

  • A13 ist keine TV-L-Entgeltgruppe, sondern eine Besoldungsgruppe für Beamte; für beamtete Lehrkräfte in Berlin gilt das Landesbesoldungsgesetz (Senatsverwaltung für Finanzen Berlin (Landesbehörde)).
  • Ein A13-Lehrer in der Besoldungsstufe 2 erhält nach aktueller Tabelle rund 4.800 € brutto – unabhängig vom TV-L-Abschluss (Berlin.de).
Achtung Verwechslung

Immer wieder wird A13 mit einer TV-L-Entgeltgruppe gleichgesetzt. Das ist falsch: Beamte und Angestellte stehen in unterschiedlichen Systemen. Wer als Lehrer verbeamtet ist, bekommt keine TV-L-Erhöhung – die Besoldung wird separat per Gesetz angepasst.

Wann sind die nächsten Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst?

Was kommt nach dem TV-L-Abschluss 2025/26?

  • Die Tarifvertragsparteien setzen sich nach der Erklärungsfrist zu Redaktionsverhandlungen zusammen (GEW (Gewerkschaft)).
  • Die nächste reguläre Tarifrunde für den TV-L wird frühestens im Frühjahr 2028 erwartet – vorher läuft der Vertrag (Freie Universität Berlin).

Gibt es eine gesicherte Prognose für 2026?

  • Eine gesicherte Prognose zu den Ergebnissen der TV-L-Tarifverhandlungen 2026 ist aus den vorliegenden Quellen nicht ableitbar (Haufe (Fachverlag)).
  • Der TVöD-Abschluss 2025 dient als Orientierungsrahmen, aber nicht als verbindliche Schablone (GEW).

Welche Bedeutung hat der TVöD-Abschluss 2025?

  • Der TVöD-Abschluss für Bund und Kommunen im Frühjahr 2025 hat die Debatte vorbereitet – die TV-L-Verhandlungen knüpften daran an (Haufe (Fachverlag)).
  • Da der TV-L in der Vergangenheit meist dem TVöD-Schema folgte, erwarten Gewerkschaften eine ähnliche Entwicklung für 2028 (GEW).
Fazit: Für die Zeit bis 2028 gibt es Planungssicherheit. Wer jetzt weiß, was der Abschluss bringt, kann Gehaltsentwicklung, Stufenaufstieg und Sonderzahlung realistisch kalkulieren. Die nächste Tarifrunde kommt – aber nicht morgen.

Bestätigte Fakten

  • Der TV-L-Abschluss 2025/26 sieht eine Erhöhung der Entgelte um 5,8 Prozent in drei Schritten vor.
  • Zum 1. April 2026 steigen die Entgelte um 2,8 Prozent, mindestens 100 Euro.
  • Die Erklärungsfrist endet am 13. März 2026; danach beginnen Redaktionsverhandlungen.
  • Die Gewerkschaften forderten 7 Prozent mehr Gehalt, mindestens 300 Euro.
  • Die Schichtzulage steigt von 40 € auf 100 €.

Was unklar ist

  • Die genauen Termine der weiteren Erhöhungsschritte nach dem 1. April 2026 sind in den vorliegenden Quellen nicht genannt – die Daten (März 2027, Januar 2028) stehen fest, aber Details zu Anpassungen sind nicht öffentlich.
  • Wie die Redaktionsverhandlungen 2026 ausgehen, ist offen.
  • Eine konkrete Prognose zur TV-L-Tarifrunde 2026 kann aus den vorliegenden Daten nicht abgeleitet werden.

„Die Gewerkschaften fordern in der Tarifrunde TV-L 2025/26 7 Prozent mehr Gehalt, mindestens 300 Euro.“

GEW NRW (Landesverband der Bildungsgewerkschaft)

„Die Erklärungsfrist endete am 13. März 2026; danach beginnen die Redaktionsverhandlungen.“

– GEW (Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft)

„Der TV-L-Tarifabschluss sieht 5,8 Prozent in drei Schritten vor, mit 2,8 Prozent ab 1. April 2026, mindestens 100 Euro.“

– Haufe (Fachverlag für Personalrecht)

„Die Schichtzulage steigt von 40 € auf 100 €, die Wechselschichtzulage von 105 € auf 200 €.“

– oeffentlichen-dienst.de (Tarifdatenbank)

Der Abschluss 2025/26 gibt dem öffentlichen Dienst der Länder für die nächsten 27 Monate einen klaren Rahmen. Für einen Beschäftigten in E11, Stufe 3, in Berlin bedeutet das: über die Laufzeit gut 5.000 Euro mehr brutto plus Jahressonderzahlung. Wer das System aus Stufen, Sonderzahlung und Erhöhungsterminen versteht, kann die eigene Gehaltsentwicklung konkret planen – ohne Überraschungen. Für Berliner Beschäftigte ist der Abschluss ein Schritt nach vorn, aber die kommenden Redaktionsverhandlungen werden zeigen, wie nachhaltig die Einigung wirklich ist. Die Wahl ist klar: entweder abwarten oder jetzt die Stufenlaufzeit und die neue Tabelle für die persönliche Planung nutzen.

Wo finde ich einen Gehaltsrechner für den TV-L Berlin?

Es gibt verschiedene Online-Rechner, etwa auf oeffentlichen-dienst.de oder beim Berliner Senat. Die neuen Tabellen ab April 2026 sind bereits in einigen Rechnern hinterlegt.

Wie hoch ist das Gehalt im öffentlichen Dienst in Berlin?

Das hängt von der Entgeltgruppe und Stufe ab. Eine E10 beginnt bei rund 3.400 €, eine E13 bei 4.100 € brutto monatlich (Stand April 2026). Für genaue Werte siehe die Tabelle im Artikel.

Welche Forderungen haben die Gewerkschaften in der Tarifrunde TV-L 2025 gestellt?

Die Gewerkschaften forderten 7 Prozent mehr Gehalt, mindestens 300 Euro, sowie höhere Schicht- und Wechselschichtzulagen.

Was war das Ergebnis der TV-L-Tarifverhandlungen 2023?

Die Tarifrunde 2023 brachte eine Erhöhung der Entgelte um insgesamt 5,5 Prozent in zwei Schritten sowie eine Inflationsausgleichsprämie von 3.000 Euro. Details sind auf den Seiten der GEW nachzulesen.

Was ist der Unterschied zwischen TV-L und TVöD?

Der TV-L gilt für die Beschäftigten der Länder, der TVöD für den Bund und die Kommunen. Die Tarifstruktur ist ähnlich, aber die Abschlüsse können zeitlich und inhaltlich variieren.

Warum ist die TV-L-Entgelttabelle nach Entgeltgruppen und Stufen aufgebaut?

Das System aus 15 Entgeltgruppen und sechs Stufen ermöglicht eine differenzierte Bezahlung nach Tätigkeit und Erfahrung. Mit steigender Stufe erhöht sich das Gehalt, ohne die Gruppe zu wechseln.


Leon Maximilian Fischer Wagner

Uber den Autor

Leon Maximilian Fischer Wagner

Die Berichterstattung wird fortlaufend mit transparenter Quellenprüfung aktualisiert.