
Die Auferstehung (2018): Film, Handlung, Besetzung & Drehort
Wenn der Tod eines Vaters die Familie zusammenführt, erwartet man Trauer – nicht Gier, nicht blanke Panik vor dem sozialen Abstieg. Genau diese unerwartete Mischung liefert Niki Steins Tragikomödie „Die Auferstehung“ (2018), die sich anhand einer dysfunktionalen Familie an einer spezifisch deutschen Angst vor Prestigeverlust und Verarmung abarbeitet – und am 3. Mai 2026 auf 3sat ausgestrahlt wird.
Erscheinungsjahr: 2018 ·
Regie: Niki Stein ·
Romanvorlage: Karl-Heinz Ott ·
Genre: Tragikomödie ·
Aktuelle Ausstrahlung: 3. Mai 2026 auf 3sat ·
Filmfest München: Im Programm
Kurzüberblick
- Der Fernsehfilm wurde 2018 von Niki Stein inszeniert (Wikipedia – deutscher Regisseur).
- Romanvorlage von Karl-Heinz Ott (Wikipedia – deutscher Schriftsteller).
- Genre: Tragikomödie (Filmdienst – deutsches Filmbewertungsportal).
- Ausstrahlung auf 3sat am 3. Mai 2026 (3sat – öffentlich-rechtlicher Fernsehsender).
- Uraufführung auf dem Filmfest München 2018 (Filmfest München – offizielles Festivalprogramm).
- Der genaue Drehort (Stadt/Region) ist in den verfügbaren Quellen nicht genannt.
- Eine vollständige Besetzungsliste fehlt; nur Hinweise auf eine „fulminante Schauspielriege“.
- Die Verfügbarkeit in der ARD Mediathek ist indirekt durch verwandte Suchanfragen angedeutet, aber nicht offiziell bestätigt.
- Dreharbeiten: 27. November – 20. Dezember 2017 in Berlin (filmportal.de – Informationsportal für den deutschen Film).
- Uraufführung beim Filmfest München am 2. Juli 2018 (Wikipedia – deutsche Online-Enzyklopädie).
- TV-Premiere in der ARD am 5. Juni 2019 (3sat – öffentlich-rechtlicher Fernsehsender).
- Ausstrahlung auf 3sat geplant zum 3. Mai 2026 (Filmdienst – deutsches Filmbewertungsportal).
- Der Film wird am 3. Mai 2026 um 20:15 Uhr auf 3sat ausgestrahlt (3sat).
- Vermutlich danach in der ARD Mediathek abrufbar (basierend auf verwandten Suchanfragen). (3sat)
- Weitere Festivaleinladungen sind nicht bekannt. (3sat)
Sechs zentrale Fakten auf einen Blick – sie bilden das Grundgerüst für eine genauere Betrachtung.
| Attribut | Wert |
|---|---|
| Offizieller Titel | Die Auferstehung (2018) |
| Regisseur | Niki Stein |
| Romanvorlage | Karl-Heinz Ott |
| Genre | Tragikomödie |
| Erstausstrahlung | 3. Mai 2026 (3sat) |
| Festival | Filmfest München 2025 |
Was genau ist die Auferstehung?
Handlung auf einen Blick
- Ein 89-jähriger emeritierter Orthopädie-Professor stirbt in Ulm – offensichtlich beim Masturbieren auf dem Sofa, während ein Sexvideo läuft (Wikipedia – deutsche Online-Enzyklopädie).
- Seine Tochter Linda (Leslie Malton) und ihr Mann Fred (Herbert Knaup) verschaffen sich gewaltsam Zutritt, Linda kümmert sich sofort um das Testament (filmportal.de – Informationsportal für den deutschen Film).
- Linda ruft ihre drei Brüder Joschi (Joachim Król), Jakob (Dominic Raacke) und Uli (Michael Rotschopf) samt Ehefrauen – alle versammeln sich um das Totenbett auf dem knallroten Sofa (Filmdienst – deutsches Filmbewertungsportal).
- Die Geschwister warten auf den Anwalt, finden kein Testament und entladen ihren Groll gegeneinander – sie fürchten, der Vater habe seine ungarische Pflegerin und Liebhaberin über Gebühr bedacht (3sat – öffentlich-rechtlicher Fernsehsender).
Hintergrund des Romans
- Der Roman „Die Auferstehung“ von Karl-Heinz Ott erschien 2012 und wurde vom SWR als Literaturverfilmung adaptiert (Wikipedia).
- Die Produktion erfolgte durch die Eikon Media GmbH Berlin im Auftrag des Südwestrundfunks Baden-Baden (filmportal.de).
Das Muster ist eindeutig: Der Tod eines Patriarchen entfesselt keine Trauer, sondern einen erbitterten Verteilungskampf. Was hier als schwarze Komödie inszeniert wird, entlarvt die blanke existenzielle Angst der deutschen Mittelschicht vor dem sozialen Fall.
Wer führte Regie bei „Die Auferstehung“?
Niki Stein – Regisseur und Drehbuchautor
- Niki Stein, geboren 1961 in Essen, führte Regie und adaptierte den Roman von Karl-Heinz Ott (Wikipedia – deutscher Regisseur).
- Stein ist bekannt für Fernsehfilme wie „Gnade“ (2012) und „Tatort“-Folgen; er versteht es, gesellschaftliche Konflikte mit lakonischem Humor zu erzählen.
Weitere Arbeiten von Niki Stein
- „Gnade Film 2012 – Handlung, Besetzung, Stream & Kritik“ (auf unserer Seite) zeigt eine ähnlich düster-komödiantische Handschrift.
- Seine Filme laufen häufig in der ARD und auf 3sat.
Die Konsequenz: Niki Stein bringt die spezifisch deutsche Angst vor Prestigeverlust auf die Leinwand – kein Regisseur der leichten Unterhaltung, sondern einer, der den Finger in die Wunde legt.
Auf welchem Buch basiert der Film?
Karl-Heinz Ott und sein Roman „Die Auferstehung“
- Der 1956 geborene Karl-Heinz Ott veröffentlichte den Roman 2012; er ist Träger mehrerer Literaturpreise (Wikipedia – deutscher Schriftsteller).
- Der Roman erzählt die Geschichte einer Familie, die nach dem Tod des Vaters um das Erbe kämpft – mit beißendem Witz und gesellschaftskritischem Blick.
Verbindung zum Film
- Der Drehbuchautor Niki Stein hielt sich eng an die Romanvorlage, verstärkte aber die komödiantischen Elemente (filmportal.de).
- Die Verfilmung ist eine „komödiantische Verfilmung eines Romans von Karl-Heinz Ott mit einer fulminanten Schauspielriege am Rande des Nervenzusammenbruchs“ (filmportal.de).
Der Roman selbst ist kein Bestseller, aber die Adaption gewinnt durch ihre szenische Verdichtung – was auf 300 Seiten fein ausgesponnen wird, entlädt sich auf der Mattscheibe in wenigen, intensiven Kammerspielszenen.
Welche Themen behandelt „Die Auferstehung“?
Angst vor Prestigeverlust
- Der Film kreist um die spezifisch deutsche Angst vor dem sozialen Abstieg, wie der Filmdienst formuliert: „Tragikomisches Familien-Kammerspiel, das sich anhand einer dysfunktionalen Familie an einer spezifisch deutschen Angst vor Prestigeverlust und Verarmung abarbeitet“ (Filmdienst).
- Die Protagonisten haben alle bürgerliche Existenzen, doch der drohende Verlust des Erbes lässt sie um die Fassade ihrer Lebensmodelle bangen.
Familienkonflikte
- Die Geschwister stehen sich nicht nur ideologisch, sondern auch emotional unversöhnlich gegenüber. Jeder hat eigene Vorwürfe, jeder fühlt sich betrogen.
- Die Pflegerin des Vaters wird zum Blitzableiter für den Groll der Familie – sie hat sich angeblich in die Gunst des Alten geschlichen (filmportal.de).
Gesellschaftskritik
- Der Film und die Erzählung des Todes auf dem Sofa machen deutlich: Die bürgerliche Fassade bröckelt, wenn das Geld weg ist. „Papa ist tot. Seit Jahren wollte er mit seinen Kindern nichts mehr zu tun haben, weil sie mit seiner Lebensführung nicht einverstanden waren“ (3sat).
Die Kinder verachten den Vater für sein unkonventionelles Leben – und kämpfen doch verbissen um jeden Cent seines Erbes. Dieser Widerspruch ist der emotionale Motor des Films.
Die eigentliche Pointe: Der Film zeigt nicht einfach eine zerrüttete Familie, sondern legt offen, wie sehr die deutsche Mittelschicht ihre Identität an den Besitz kettet. Der Tod des Vaters wird zur existentiellen Bedrohung – nicht des Lebens, sondern des Status.
Wo kann ich „Die Auferstehung“ sehen?
Ausstrahlung auf 3sat
- 3sat zeigt den Film am 3. Mai 2026 um 20:15 Uhr (3sat).
- Eine Wiederholung ist zu einem späteren Zeitpunkt möglich, aber noch nicht bestätigt.
ARD Mediathek
- Nach der Ausstrahlung wird der Film vermutlich in der ARD Mediathek verfügbar sein – verwandte Suchanfragen deuten darauf hin, eine offizielle Bestätigung steht jedoch aus.
- Bereits 2019 nach der TV-Premiere in der ARD war der Film für einige Wochen in der Mediathek abrufbar.
Filmfest München
- Der Film war beim Filmfest München 2025 im Programm, was auf ein anhaltendes Interesse der Festivalleitung hinweist (Filmfest München – offizielles Festivalprogramm).
Für Zuschauer, die den Film vor der Ausstrahlung sehen möchten: Prüfen Sie die ARD Mediathek nach dem 3. Mai 2026. Wer streaming will, sollte den Sendeplan von 3sat im Auge behalten – dort ist der Film aktuell der einzige feste Termin.
Die Verfügbarkeit ist – typisch für öffentlich-rechtliche Produktionen – zeitlich begrenzt. Wer die Tragikomödie nicht live sehen kann, sollte die Mediathek nach der Ausstrahlung im Blick halten.
Zitate
„Tragikomisches Familien-Kammerspiel, das sich anhand einer dysfunktionalen Familie an einer spezifisch deutschen Angst vor Prestigeverlust und Verarmung abarbeitet.“
– Filmdienst (Filmbewertungsportal)
„Komödiantische Verfilmung eines Romans von Karl-Heinz Ott mit einer fulminanten Schauspielriege am Rande des Nervenzusammenbruchs.“
– filmportal.de (Informationsportal für den deutschen Film)
„Papa ist tot. Seit Jahren wollte er mit seinen Kindern nichts mehr zu tun haben, weil sie mit seiner Lebensführung nicht einverstanden waren.“
– 3sat (öffentlich-rechtlicher Fernsehsender)
Die Summe dieser Stimmen: Ein Film, der mehr als nur unterhält – er deckt die existenziellen Ängste der deutschen Mittelschicht auf. Für Zuschauer, die sich mit Familie, Erbe und sozialem Status auseinandersetzen, ist „Die Auferstehung“ ein spiegelnder Schlag ins Kontor.
Häufig gestellte Fragen
Wann wird „Die Auferstehung“ auf 3sat ausgestrahlt?
Am 3. Mai 2026 um 20:15 Uhr auf 3sat (3sat).
Auf welchem Sender läuft der Film?
Der Film wird auf 3sat ausgestrahlt und war bereits in der ARD zu sehen. Eine Verfügbarkeit in der ARD Mediathek ist wahrscheinlich.
Wer hat den Roman „Die Auferstehung“ geschrieben?
Karl-Heinz Ott, ein deutscher Schriftsteller und Träger mehrerer Literaturpreise (Wikipedia).
Welches Genre hat der Film „Die Auferstehung“?
Tragikomödie mit schwarzem Humor (Filmdienst).
Wie lautet der vollständige Titel des Films?
„Die Auferstehung“ (2018).
Ist der Film eine Komödie oder ein Drama?
Eine Tragikomödie – also eine Mischung aus Komödie und Drama, die gesellschaftskritische und humorvolle Elemente vereint (Wikipedia).
Wurde „Die Auferstehung“ auf einem Filmfestival gezeigt?
Ja, auf dem Filmfest München 2018 und erneut im Programm des Filmfest München 2025 (Filmfest München).
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