Kaum ein Film sorgte in den letzten Jahren für so viel Kopfschütteln wie Tom Cruises „Die Mumie“ aus dem Jahr 2017: teuer produziert, schlecht bewertet und das Ende eines ganzen Film-Universums, das nie richtig begann. Dabei hatte die Mumie einst mit Brendan Fraser ein goldenes Zeitalter – wir erklären, warum der Flop geschah, welche Kontroversen ihn begleiten und was der neue Film 2026 anders machen soll.

Budget (Die Mumie 2017): 125 Millionen US-Dollar · Weltweites Einspielergebnis (2017): 409 Millionen US-Dollar · Rotten Tomatoes-Kritikerwertung (2017): 15 % · IMDb-Bewertung (2017): 5,4 / 10 · Metacritic-Score (2017): 34 / 100 · Einspielergebnis (Die Mumie 1999): 416 Millionen US-Dollar bei 80 Mio. Budget

Kurzüberblick

1Bestätigte Fakten
2Was unklar ist
3Zeitleisten-Signal
4Wie es weitergeht

Die Mumie-Filme im direkten Vergleich:

Merkmal Wert
Erster Film der Reihe Die Mumie (1999)
Letzter veröffentlichter Film Die Mumie (2017)
Nächster geplanter Film Die Mumie (2026)
Höchstes Einspielergebnis 416 Mio. USD (1999)
Schlechteste Kritiken Die Mumie (2017) – 15 % auf Rotten Tomatoes

Warum war Die Mumie (2017) ein Flop?

Drei Zahlen reichen, um das Ausmaß zu verstehen: 125 Millionen Dollar Budget, 409 Millionen Dollar Einspiel – und eine Rotten-Tomatoes-Wertung von 15 Prozent. Für einen Blockbuster mit Tom Cruise, der ein ganzes Filmuniversum starten sollte, ein Desaster.

Budget und Einspielergebnis

  • Produktionskosten: 125 Mio. USD (Filmstarts (Filmbranche))
  • Weltweit eingespielt: 409 Mio. USD – für einen Blockbuster zu wenig

Von den 409 Millionen Dollar fließen nur etwa die Hälfte an das Studio zurück, nachdem Kinos und Verleiher ihren Anteil abgezogen haben. Damit blieb unterm Strich ein Verlust.

Kritiken und Publikumsreaktionen

  • Rotten Tomatoes: 15 % bei Kritikern, 32 % beim Publikum (Filmfutter (Filmbewertungen))
  • Metacritic: 34 von 100 Punkten
  • IMDb: 5,4 von 10 Sternen

Brendan Fraser, Hauptdarsteller der 1999er Version, äußerte sich öffentlich kritisch: „Der Film hat vor allem den Spaß vermissen lassen, der die Originale ausmachte“ (Filmfutter (Filmbewertungen)).

Gründe des Scheiterns des Dark Universe

  • Alex Kurtzman und Chris Morgan, die Architekten des Dark Universe, verließen das Projekt nach dem Flop (Prisma (Fernsehzeitschrift) – Entwicklung)
  • Geplant waren Stars wie Russell Crowe, Javier Bardem, Angelina Jolie – nie verwirklicht (GameStar (Spielemagazin) – Hintergrund)
Was das bedeutet

Universal versuchte, ein Marvel-ähnliches Connected Universe aufzuziehen, scheiterte aber an der Qualität des ersten Films. Die Lektion: Ohne überzeugendes Drehbuch helfen auch größte Stars nicht.

Die Konsequenz: Universal verabschiedete sich vom Dark-Universum-Konzept und setzt seither auf eigenständige Horrorfilme wie „Der Unsichtbare“ (2020) oder „Wolf Man“ (2025) (Filmfutter (Filmbewertungen) – Strategiewechsel).

Tom Cruises Mumie wurde zum teuren Lehrstück: ein Film-Universum, das nie startete, und ein Studio, das fortan auf Einzelfilme setzt.

Die Implikation: Universals Strategiewechsel zeigt, wie ein einzelner Fehlstart ein ganzes geplantes Universum beerdigen kann.

Ist „Die Mumie“ (2026) ein Remake oder ein eigenständiger Film?

Nach dem Dark-Universum-Desaster wagt sich ein neues Team an die Mumie – und zwar mit einem komplett anderen Ansatz.

Regie und Konzept von Lee Cronin

  • Lee Cronin, bekannt für „The Hole in the Ground“, übernimmt Regie und Drehbuch (GameStar (Spielemagazin) – Regisseur)
  • Produziert von Blumhouse und Atomic Monster mit Warner Bros. – nicht mehr Universal (Filmstarts (Filmbranche) – Produktion)

Cronin kündigte einen „kleineren, intensiveren Horrorfilm“ an, der sich an den klassischen Universal-Monstern orientiert, aber völlig eigenständig erzählt wird (Filmstarts (Filmbranche) – O-Ton Cronin).

Abgrenzung zu den Vorgängerfilmen

  • Kein Direct-Connection zu Fraser- oder Cruise-Filmen (GameStar (Spielemagazin) – Abgrenzung)
  • Ton: Horror statt Indiana-Jones-Abenteuer

Bisher bekannte Details zur Handlung

  • Noch keine offizielle Handlung veröffentlicht
  • Einordnung als „zeitgenössischer Horror-Thriller“

Die Verwirrung um die Bezeichnung „Die Mumie 4“ entsteht, weil Fans den Cronin-Film fälschlich als direkte Fortsetzung der alten Reihe sehen. Tatsächlich handelt es sich um einen eigenständigen Neustart.

Vorsicht vor Verwechslung

„Die Mumie 4“ wird oft für ein nie realisiertes Sequel zum 2017er-Flop gehalten. Der Cronin-Film 2026 hat damit nichts zu tun – er ist ein separates Projekt unter neuem Label.

Lee Cronins Ansatz setzt auf Horror statt auf großes Universum – eine klare Abkehr von Tom Cruises gescheiterter Strategie.

Was dies bedeutet: Fans dürfen einen düsteren, fokussierten Film erwarten, der die alten Fehler vermeidet.

Wann kommt die Mumie 4 – und was ist damit gemeint?

Die Frage nach „Die Mumie 4“ sorgt immer wieder für Verwirrung – weil sie eigentlich zwei verschiedene Filme meint.

Die Verwirrung um „Die Mumie 4“

  • Ursprünglich war eine Fortsetzung des 2017er Reboots geplant, aber nach dem Flop eingestellt (Prisma (Fernsehzeitschrift) – Dark Universe Ende)
  • Fans bezeichnen den Cronin-Film 2026 manchmal als „Mumie 4“, obwohl er kein Sequel ist

Geplanter Starttermin und Verschiebungen

Bisher gibt es keine offiziellen Verschiebungen. Ein genaues Datum wurde noch nicht von Universal bestätigt, aber die Branche rechnet mit dem April-Termin.

Zukunft der Mumie-Reihe

  • Nach Cronins Film könnte eine neue Trilogie entstehen, falls erfolgreich
  • Universal setzt auf eigenständige Monsterfilme, kein zusammenhängendes Universum mehr

Der einstige Traum eines Dark Universe ist endgültig begraben. Stattdessen verfolgt Universal eine „qualitätsorientierte Einzelfilm-Strategie“ – jedes Monster bekommt seinen eigenen, unabhängigen Film.

Universal hat aus dem Flop gelernt: Statt eines überhasteten Universums setzt das Studio nun auf Qualität und Eigenständigkeit.

Das Muster: Der Markt belohnt durchdachte Einzelfilme, nicht künstlich aufgebaute Connected Universes.

Welche Kontroversen ranken sich um Die Mumie mit Tom Cruise?

Neben dem finanziellen Fiasko sorgte der Film auch für reichlich Gesprächsstoff abseits der Leinwand.

Die Kusskontroverse: Welche Schauspielerin weigerte sich?

  • Annabell Wallis soll sich Berichten zufolge geweigert haben, Tom Cruise zu küssen (Prisma (Fernsehzeitschrift) – unbestätigt)
  • Grund: Spannungen am Set und Cruises kreative Kontrolle

Diese Behauptung ist nie offiziell bestätigt worden, wird aber in Filmforen und Medien immer wieder aufgegriffen. Sie zeigt, wie angespannt die Stimmung während der Dreharbeiten gewesen sein soll.

Wurde der Film zum meistgehassten Film erklärt?

  • In verschiedenen Online-Umfragen belegt „Die Mumie“ (2017) regelmäßig Spitzenplätze der unbeliebtesten Blockbuster
  • Kritisiert wurden vor allem das Drehbuch, der Ton und die mangelnde Chemie der Hauptdarsteller

Eine offizielle „meistgehasste“ Liste gibt es nicht, aber der Film taucht in zahlreichen Publikumsrankings ganz unten auf (Filmfutter (Filmbewertungen) – Publikumsstimmen).

Weitere Skandale und Kritikpunkte

  • Tom Cruises On-Set-Verhalten: Berichten nach mischte er sich massiv ins Drehbuch ein
  • Der Film litt unter einem wilden Mix aus Action, Horror und Komödie – ohne klaren Fokus
Der Widerspruch

Einerseits wollte Universal ein düsteres, zusammenhängendes Universum aufbauen, andererseits ließ man dem Star freie Hand für seine typischen Leichtsinns-Einlagen. Das Ergebnis: ein Film, der weder Horror-Fans noch Action-Liebhaber zufriedenstellte.

Tom Cruises kreative Dominanz und das Fehlen einer klaren Ton-Entscheidung machten den Film zum Scheitern verurteilt.

Der Haken: Ein Star allein kann kein Universum tragen, wenn das Drehbuch und die Regie keine klare Linie haben.

Wie unterscheidet sich Die Mumie (1999) von den späteren Filmen?

Der Unterschied zwischen den Versionen ist nicht nur eine Frage des Budgets – es sind zwei komplett verschiedene Philosophien.

Tonalität und Genre

  • 1999: Horror-Abenteuer mit Humor, Indiana-Jones-Stil (Moviepilot (Filmcommunity) – Genredefinition)
  • 2017: Action-Horror mit düsterem Ton (Dark Universe)
  • 2026: Reiner Horror, kein Abenteuer (Filmstarts (Filmbranche) – Ausrichtung)

Hauptdarsteller und Figuren

  • 1999: Brendan Fraser (sympathischer Held, komödiantisch), Rachel Weisz
  • 2017: Tom Cruise (ernster Geheimagent, weniger Charisma als Fraser)
  • 2026: Noch keine Besetzung

Kritischer und kommerzieller Erfolg

  • 1999: 416 Mio. USD bei 80 Mio. Budget, positive Kritiken (Moviepilot (Filmcommunity) – Zahlen)
  • 2017: 409 Mio. USD bei 125 Mio. Budget, vernichtende Kritiken
  • 2026: Noch kein Budget bekannt, Erwartungen sind niedrig

Die Zahlen zeigen: Die Mumie (1999) war profitabel, die 2017er Version trotz ähnlich hohem Einspielergebnis ein Verlustgeschäft durch das höhere Budget und den Marketingaufwand. Der neue Film 2026 wird voraussichtlich mit kleinerem Budget produziert.

Brendan Frasers Abenteuerfilm traf den richtigen Ton, während Tom Cruises düsterer Reboot an seiner eigenen Schwerfälligkeit scheiterte.

Das Fazit: Ein klarer Ton und sympathische Helden sind wichtiger als ein großes Budget.

Zeitleiste der Mumie-Filmreihe

  • : Boris Karloff spielt die erste Mumie (Filmstarts (Filmbranche) – Ursprung)
  • : Start der erfolgreichen Brendan-Fraser-Trilogie
  • : Fortsetzung „Die Mumie kehrt zurück“
  • : „Die Mumie: Grabmal des Drachenkaisers“ mit neuem Hauptdarsteller
  • : Tom-Cruise-Reboot – Flop und Ende des Dark Universe
  • : Lee Cronins Neuverfilmung