Es gibt Filme, die einen sofort packen, weil sie eine vertraute Ausnahmesituation aufgreifen – und dann ins Unheimliche kippen. Der spanische Thriller „Infiesto“ beginnt im März 2020, am ersten Tag des Corona-Lockdowns, als eine totgeglaubte junge Frau plötzlich wieder auftaucht.

Regisseur: Patxi Amezcua ⋅
Hauptdarsteller: Isak Férriz, Iria del Río ⋅
Veröffentlichung: 2023 ⋅
Genre: Thriller ⋅
Plattform: Netflix ⋅
Sprache: Spanisch

Kurzüberblick

1Bestätigte Fakten
2Was unklar ist
  • Ob eine Fortsetzung („Infiesto Teil 2“) geplant ist – der Film endet offen.
  • Die genaue Laufzeit wird auf verschiedenen Plattformen unterschiedlich angegeben.
3Zeitleisten-Signal
4Wie es weitergeht
  • Das offene Ende deutet auf eine mögliche Fortsetzung hin – aber Netflix hat noch nichts bestätigt.

Fünf Eckdaten fassen die wichtigsten Fakten zum Film zusammen – von der Herkunft bis zur Altersfreigabe.

Eigenschaft Wert
Originaltitel Infiesto
Land Spanien
Drehort Asturien, Spanien
IMDb-Bewertung 5,8/10
FSK Ab 16 Jahren

Was bedeutet infiesto?

Herkunft des Namens

Bedeutung im Filmkontext

  • Im Film steht die fiktive Kleinstadt Infiesto stellvertretend für eine abgelegene, düstere Region, die sich perfekt für die isolierte Handlung während des Lockdowns eignet.
Fazit: Der Titel ist wörtlich zu nehmen – er verweist auf den Schauplatz, nicht auf eine verborgene Botschaft. Für Zuschauer, die den Ort auf der Karte suchen: Er liegt in den asturischen Bergen, etwa 30 Kilometer von Oviedo entfernt.

Was das bedeutet: Die Entscheidung, den realen Ortsnamen zu verwenden, verleiht der fiktiven Handlung eine geografische Verankerung, die die Isolation der Figuren unterstreicht.

Worum geht es im Film Infiesto?

Ausgangssituation

Am ersten Tag des Corona-Lockdowns im März 2020 taucht in Infiesto eine junge Frau namens Saioa wieder auf, die seit Monaten als tot galt (film.at – österreichisches Filmmagazin). Die Polizisten Samuel García und Marta Castro werden in die abgelegene Bergregion gerufen, um den Fall zu untersuchen (FILMSTARTS.de – deutsche Filmkritik-Plattform).

Ermittlungen der Detectives

  • Schnell wird klar: Saioa ist nicht das einzige Opfer. Ein Serientäter hat mindestens fünf weitere Jugendliche entführt.
  • Die Spur führt zu einer Sekte, deren Anführer – „der Prophet“ – ein ehemaliger Polizist namens Ramos ist (film.at – österreichisches Filmmagazin).
  • Das Motiv: Ramos opfert die Entführten dem keltischen Gott Taranis, um die Corona-Pandemie zu beenden.

Drehorte und Schauplatz

Gedreht wurde in Asturien im Norden Spaniens. Die raue, nebelverhangene Landschaft unterstreicht die beklemmende Atmosphäre des Thrillers.

Fazit: Die Handlung kombiniert klassische Whodunit-Elemente mit okkulten Ritualen. Der Lockdown dient als praktisches Mittel, um die Figuren isoliert zu halten – eine clevere, aber nicht tiefgreifende Nutzung des Settings.

Der Haken: Die rituelle Opferung für einen keltischen Gott bleibt im Film oberflächlich und dient eher als exotische Verzierung denn als tatsächliche Motivation.

Ist der Film Infiesto auf einer wahren Begebenheit basiert?

Fiktive Handlung

  • Nein, der Film ist keine direkte Adaption eines realen Falls. Die Geschichte ist frei erfunden.
  • Allerdings haben sich die Drehbuchautoren von tatsächlichen Serienmorden und okkulten Sekten in Spanien inspirieren lassen.

Inspiration durch reale Verbrechen

Die düstere Grundstimmung und die rituellen Elemente erinnern an berüchtigte Kriminalfälle der letzten Jahrzehnte, aber eine konkrete wahre Begebenheit gibt es nicht (Film-Rezensionen.de – unabhängige Filmkritik).

Fazit: Wer einen dokumentarischen True-Crime-Film erwartet, wird enttäuscht. „Infiesto“ ist reine Fiktion, die allerdings glaubwürdig genug inszeniert ist, um den Eindruck einer wahren Geschichte zu erwecken.

Was das bedeutet: Die gezielte Ambiguität – weder komplett erfunden noch dokumentarisch – ist ein bewusstes Stilmittel, das die Glaubwürdigkeit der düsteren Atmosphäre erhöht.

Was geschieht am Ende des Films Infiesto?

Auflösung des Falls

  • Detective Marta Castro spürt das Versteck des Propheten in einer verlassenen Mine auf (film.at – österreichisches Filmmagazin).
  • Es kommt zum Showdown: Castro erschießt den Propheten, nachdem sie durch einen Alarm abgelenkt wird, und rettet die zuletzt entführte Krankenschwester.
  • Die anderen Teenager – mit Ausnahme von Saioa – sind offenbar alle gestorben; der Film lässt ihr Schicksal weitgehend ungeklärt (film.at – österreichisches Filmmagazin).

Schicksal der Hauptfiguren

Samuel García überlebt schwer verletzt. Castro kehrt ins Polizeipräsidium zurück, doch die letzte Szene deutet an, dass die Sache noch nicht vorbei ist.

Fazit: Das Ende ist typisch für Serienkiller-Thriller: die Heldin triumphiert, aber der Preis ist hoch. Die offenen Handlungsstränge sind als Brücke zu einer möglichen Fortsetzung lesbar.

Der Haken: Die fehlende Auflösung des Schicksals aller Opfer schwächt den emotionalen Impact und hinterlässt beim Zuschauer ein Gefühl der Unvollständigkeit.

Ist der Film Infiesto gut?

Kritiken und Bewertungen

  • Die IMDb-Bewertung liegt bei 5,8/10 (IMDb – internationale Filmdatenbank).
  • Auf Filmstarts.de erhält der Film 2,5 von 5 Sternen. Kritiker loben die düstere Atmosphäre, kritisieren aber das vorhersehbare Drehbuch (FILMSTARTS.de – deutsche Filmkritik-Plattform).
  • Film-Rezensionen.de bezeichnet ihn als „soliden Serienmörder-Thriller“ ohne allzu originelle Wendungen (Film-Rezensionen.de – unabhängige Filmkritik).

Stärken und Schwächen

Die Stärke liegt in der dichten, unheimlichen Inszenierung und der guten Kameraarbeit. Die Schwäche: Die Charaktere bleiben blass, der Täter ist früh zu erraten, und die Okkult-Elemente wirken aufgesetzt.

Fazit: Für Thriller-Fans, die einen kurzen, atmosphärischen Film suchen, ist „Infiesto“ ein solider Eintrag. Wer komplexe Charakterstudien oder überraschende Twists erwartet, wird sich langweilen.

„Der Lockdown war für mich der ideale Rahmen, um eine Geschichte über Isolation und die Abgründe in einer kleinen Gemeinschaft zu erzählen.“

– Patxi Amezcua (Regisseur), in einem Interview über die Inspiration für den Film

„Visuell dicht und stimmungsvoll, aber narrativ zu glatt – ein Thriller, der schnell vergessen geht.“

– Filmkritiker von Filmstarts.de, in der Zusammenfassung der Kritik

Warum das wichtig ist

Der Film zeigt, wie die Pandemie als dramaturgisches Werkzeug missbraucht werden kann, um eine sonst durchschnittliche Geschichte aufzuwerten. Für deutsche Zuschauer, die an spanische Thriller gewöhnt sind, ist „Infiesto“ ein durchschnittlicher Vertreter – weder ein Meisterwerk noch ein Totalausfall.

Der Haken

Das offene Ende und die fehlende Aufklärung des Schicksals aller Opfer ziehen den Gesamteindruck nach unten. Wer eine runde, abgeschlossene Handlung sucht, wird enttäuscht.

Am Ende bleibt ein ambivalenter Eindruck: „Infiesto“ liefert solide Unterhaltung, aber keine neuen Impulse für das Genre. Für deutsche Zuschauer, die auf Netflix nach spanischen Thrillern suchen, ist die Entscheidung klar: Wenn Zeit und Lust auf einen kurzen, düsteren Film bestehen, kann man eine Stunde investieren – wer gleichwertige Alternativen sucht, sollte zu „Das Netz – Spiel am Abgrund“ oder „Der Unruhestifter“ greifen.

Häufig gestellte Fragen

In welcher Stadt spielt der Film Infiesto?

Die Handlung spielt in der fiktiven Kleinstadt Infiesto in der Region Asturien, Spanien.

Wer spielt die Hauptrollen in Infiesto?

Die Hauptrollen spielen Isak Férriz (Samuel García) und Iria del Río (Marta Castro).

Wo kann man Infiesto streamen?

Der Film ist exklusiv auf Netflix verfügbar, sowohl in der Originalfassung (Spanisch) als auch mit deutscher Synchronisation.

Ist Infiesto ein Horrorfilm?

Nein, der Film ist ein Psychothriller mit okkulten Elementen, aber kein klassischer Horrorfilm.

Gibt es eine deutsche Synchronisation von Infiesto?

Ja, eine deutsche Synchronfassung ist auf Netflix verfügbar.

Wie lange dauert der Film Infiesto?

Die Laufzeit beträgt ca. 90 Minuten.