
Gefährliche Liebschaften: Roman, 1988er Film & Netflix-Ende
Kaum ein Stoff hat die dunkle Seite der Verführung so elegant und schonungslos seziert wie „Gefährliche Liebschaften“ – was 1782 als Skandalroman begann, wurde 1988 zum preisgekrönten Kinoklassiker und 2022 zur modernen Netflix-Adaption, drei Versionen mit drei Enden und einer hartnäckigen Verwechslungsfalle. Wer sich durch die Streaming-Kataloge klickt, stößt schnell auf die Frage: Welcher Film ist der richtige, und was passiert eigentlich am Schluss?
Roman erschienen: 1782 ·
Bekanntester Kinofilm: 1988 unter Regie von Stephen Frears ·
Netflix-Adaption: 2022 ·
Hauptdarsteller 1988: Glenn Close, John Malkovich, Michelle Pfeiffer ·
Verfügbar bei: Prime Video, Sky Store, Apple TV u. a.
Kurzüberblick
- Roman von Choderlos de Laclos erschien 1782 (Wikipedia)
- Kinofilm 1988 unter Regie von Stephen Frears (Moviepilot)
- Netflix-Adaption 2022 als Netflix-Original veröffentlicht (Wikipedia)
- Ob die Netflix-Adaption eine Fortsetzung erhält, ist nicht offiziell bestätigt
- Wie lange der 1988er Film im jeweiligen Streaming-Katalog bleibt, hängt von der Lizenzlage ab
- 1782: Roman erscheint – 1988: Kinofilm startet – 2022: Netflix-Adaption
- Keine offizielle Ankündigung für Teil 2 der Netflix-Adaption
- Der Klassiker von 1988 bleibt auf mehreren Plattformen verfügbar
Sechs zentrale Fakten auf einen Blick – von der Romanvorlage bis zur aktuellen Verfügbarkeit in Deutschland.
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Romanvorlage | Les Liaisons dangereuses (1782) |
| Autor | Pierre Choderlos de Laclos |
| Regie (1988) | Stephen Frears |
| Hauptbesetzung (1988) | Glenn Close, John Malkovich, Michelle Pfeiffer |
| Netflix-Adaption | 2022 als Netflix-Original erschienen |
| Verfügbarkeit (1988) | Prime Video, Sky Store, Apple TV u. a. |
Was ist „Gefährliche Liebschaften“?
„Gefährliche Liebschaften“ ist kein einzelnes Werk, sondern ein Stoff, der über drei Jahrhunderte hinweg immer wieder neu erzählt wurde. Der Ursprung liegt in einem Briefroman, der die französische Aristokratie des 18. Jahrhunderts als Bühne für Intrigen, Machtspiele und erotische Fallen entlarvte.
Romanvorlage
- Pierre Choderlos de Laclos veröffentlichte „Les Liaisons dangereuses“ am 23. März 1782 in Frankreich (Wikipedia (englische Enzyklopädie)).
- Der Roman besteht aus 175 Briefen und gilt als Meisterwerk des analytischen Briefromans.
- Schon bei Erscheinen löste er einen Skandal aus – wegen seiner schonungslosen Darstellung von Verführung und moralischem Verfall.
Die Handlung: Die Marquise de Merteuil und der Vicomte de Valmont, zwei Adlige in der Langeweile des vorrevolutionären Frankreichs, schließen eine Wette. Valmont soll die junge, tugendhafte Madame de Tourvel verführen. Merteuil fordert als Gegenleistung, dass Valmont ihre Rache an einem früheren Liebhaber vollstreckt. Was als Spiel beginnt, endet in einer Kaskade aus Betrug, Demütigung und Tod.
Der Clou: Weil der Roman in Briefform geschrieben ist, erfährt der Leser die Gedanken und Rechtfertigungen jeder Figur aus erster Hand – und wird so selbst zum Komplizen der Intrige.
Verfilmungen
- Die bekannteste Adaption ist der Film „Dangerous Liaisons“ von 1988 unter der Regie von Stephen Frears (Moviepilot (Filmdatenbank)).
- Das Drehbuch von Christopher Hampton basiert auf seinem eigenen Theaterstück, das wiederum auf Laclos’ Roman fußt (Wikipedia (englische Enzyklopädie)).
- Glenn Close spielt die Marquise de Merteuil, John Malkovich den Vicomte de Valmont, Michelle Pfeiffer die Madame de Tourvel.
Eine zweite, weniger bekannte Verfilmung ist „Valmont“ (1989) von Miloš Forman, die sich stärker an der Romanvorlage orientiert, aber weniger erfolgreich war. 2022 folgte dann die moderne Netflix-Adaption.
Netflix-Adaption
- Netflix veröffentlichte 2022 eine eigene Adaption unter dem deutschen Titel „Gefährliche Liebschaften“.
- Die Handlung wurde in die Gegenwart verlegt – aus der französischen Aristokratie wird eine Elite junger Menschen in einer modernen Großstadt.
- Die Figuren entsprechen den Rollen aus dem Original: Merteuil und Valmont als zwei skrupellose Intriganten.
Drei Versionen, drei Epochen – und doch derselbe Kern: eine toxische Wette, die alles zerstört.
Der Skandal von 1782 war nicht die Obszönität, sondern die Genauigkeit: Laclos zeigte, wie Verführung als Waffe funktioniert – und das Publikum erkannte sich wieder. 2022, in der Netflix-Adaption, ist der Schock ein anderer: Dass dieselben Machtspiele 240 Jahre später immer noch verfangen.
Drei Werke, ein Grundkonflikt – doch die Unterschiede in Handlung und Ende sind größer, als viele erwarten. Die folgende Tabelle zeigt die wichtigsten Abweichungen auf einen Blick.
| Merkmal | Roman (1782) | Kinofilm (1988) | Netflix-Adaption (2022) |
|---|---|---|---|
| Medium | Briefroman | Spielfilm | Streaming-Film |
| Handlungszeit | Frankreich 18. Jh. | Frankreich 18. Jh. | Gegenwart |
| Ende Valmont | Stirbt im Duell | Stirbt im Duell | Offen / abweichend |
| Ende Merteuil | Öffentliche Demütigung, Pocken, Prozessverlust | Soziale Demütigung, Make-up-Entfernung | Modern adaptiert |
| Fortsetzung | Abgeschlossen | Abgeschlossen | Bislang unbestätigt |
Die Implikation: Wer die Netflix-Adaption sieht und das Ende des 1988er Films erwartet, wird überrascht – die moderne Version nimmt sich erhebliche Freiheiten.
Worum geht es in dem Netflix-Film „Gefährliche Liebschaften“?
Die Netflix-Adaption von 2022 überführt die Geschichte von Verführung und Rache in die Gegenwart – und macht aus historischen Adeligen eine Clique junger Menschen in einer französischen Großstadt.
Moderne Handlung
- Im Kern geht es um eine Wette zwischen zwei jungen Protagonisten, die eine dritte Person verführen sollen.
- Die Figuren orientieren sich an den Rollen der Marquise de Merteuil und des Vicomte de Valmont – nur ohne Perücken und Korsetts.
- Die Handlung ist kein historisches Kostümdrama, sondern eine moderne Liebes- und Intrigengeschichte mit Smartphones und Social Media.
Wer den 1988er Film kennt, wird die Grundkonstellation wiedererkennen: Zwei Menschen, die aus Langeweile und Machtspiel mit den Gefühlen anderer jonglieren. Der Unterschied: Im 18. Jahrhundert war der Ruf einer Frau ihr Kapital – heute sind es digitale Profile und soziale Netzwerke.
Figurenkonstellation
- Die Marquise de Merteuil wird zur modernen Femme fatale, die aus verletztem Stolz Rache nimmt.
- Der Vicomte de Valmont ist ihr ehemaliger Liebhaber und Komplize, der die Wette annimmt.
- Das Opfer der Wette ist eine junge Frau, die zwischen die Fronten gerät.
Die Figuren tragen andere Namen als im Original, aber die Rollenverteilung bleibt erkennbar. Die Netflix-Adaption verzichtet auf die historische Verpackung, um den Kern der Geschichte freizulegen: toxische Beziehungen, in denen Menschen zu Spielfiguren werden.
Bezug zum Original
- Die Netflix-Adaption übernimmt die Grundstruktur der Wette aus dem Roman.
- Sie ersetzt die briefliche Kommunikation durch zeitgenössische Mittel – Chats, Nachrichten, soziale Medien.
- Das Ende weicht vom Original ab, was bei Zuschauern für Verwirrung sorgt.
Der Bezug zum Original ist bewusst locker gehalten. Regisseurin Rachel Suissa (die auch das Drehbuch schrieb) wollte keine historische Rekonstruktion, sondern eine Neuinterpretation für ein junges Publikum.
Wer „Gefährliche Liebschaften“ auf Netflix sucht, findet zwei verschiedene Filme unter demselben deutschen Titel – den Klassiker von 1988 (als Lizenzinhalt) und die Netflix-Original-Adaption von 2022. Die Verwechslungsgefahr ist programmiert.
Das bedeutet: Wer den historischen Kostümfilm sehen möchte, muss gezielt nach dem Originaltitel „Dangerous Liaisons“ suchen, sonst landet man schnell bei der modernen Version.
Wie endet „Gefährliche Liebschaften“?
Die Frage nach dem Ende ist die heikelste der drei Versionen – denn alle drei enden anders. Wer den einen Film kennt, kennt noch lange nicht die anderen.
Ende des Romans
- Valmont stirbt im Duell, nachdem er von Merteuil verraten wurde.
- Merteuil wird nach der Veröffentlichung ihrer Briefe öffentlich gedemütigt, verliert einen Prozess und wird zusätzlich von den Pocken entstellt (NCAD-Abschlussarbeit (Analyse der Romanverfilmung)).
- Madame de Tourvel stirbt an gebrochenem Herzen, nachdem sie Valmonts wahren Charakter erkennt.
Der Roman endet mit einer moralischen Abrechnung: Alle Figuren, die das Spiel der Verführung getrieben haben, werden bestraft – die einen durch Tod, die anderen durch gesellschaftliche Vernichtung.
Ende des Films von 1988
- Valmont stirbt ebenfalls im Duell, nachdem er von Merteuil verraten wurde.
- Merteuil wird am Ende sozial gedemütigt – ihr weiteres Schicksal bleibt jedoch offener als im Roman (Wikipedia-Spiegel (Handlungsbeschreibung)).
- Die Filmfassung zeigt Merteuils Untergang weniger körperlich als psychologisch: Sie entfernt am Ende ihr Make-up vor dem Spiegel, statt eine explizite körperliche Entstellung zu zeigen (Bartleby (literarische Filmanalyse)).
Der Film ersetzt die körperliche Strafe des Romans durch eine maskenhafte, theatralische Bildsprache – die private Intrige wird zur öffentlichen Performance (NCAD-Abschlussarbeit (Analyse der Romanverfilmung)).
Fortsetzung der Netflix-Adaption
- Die Netflix-Adaption von 2022 endet mit einem offenen Schluss, der viele Zuschauer unbefriedigt zurücklässt.
- Ob es einen zweiten Teil geben wird, ist nicht offiziell bestätigt.
- Netflix hat sich bislang nicht zu einer Fortsetzung geäußert.
Der offene Schluss der Netflix-Version ist kein Zufall, sondern eine bewusste Entscheidung der Macher, die auf eine mögliche zweite Staffel spekulieren. Ob die Spekulation aufgeht, ist ungewiss.
Die Konsequenz: Wer wissen will, wie die Geschichte wirklich ausgeht, muss zum Roman oder zum 1988er Film greifen. Die Netflix-Adaption liefert (noch) keine finale Antwort.
Wo kann ich „Gefährliche Liebschaften“ sehen?
Der Kinoklassiker von 1988 ist in Deutschland bei mehreren Streaming- und Leihdiensten verfügbar – aber nicht überall gleichzeitig. Die Lizenzlage ändert sich regelmäßig, was die Suche nach dem Film zur Geduldsprobe machen kann.
Klassiker von 1988
- Der Film ist bei Prime Video, Sky Store, Apple TV, freenet Video, MagentaTV und CHILI verfügbar (JustWatch (Streaming-Suchmaschine)).
- Die Verfügbarkeit kann sich durch Lizenzwechsel jederzeit ändern.
- Die Streaming-Anbieter kennzeichnen in ihren Katalogen, ob der Film in HD oder 4K vorliegt.
Ein Blick auf werstreamt.de oder JustWatch zeigt die aktuelle Lage – aber Vorsicht: Die Angaben dort sind nicht immer in Echtzeit aktuell.
Digitale Anbieter
- Neben Kauf- und Leihangeboten gibt es je nach Plattform unterschiedliche Fassungen.
- Der Film ist als deutsche Synchronfassung und im Original mit Untertiteln erhältlich.
- Die Preise für Kauf und Leihe variieren je nach Plattform.
Die Anbieter unterscheiden sich nicht nur im Preis, sondern auch in der Version: Manche bieten die ungekürzte Fassung, andere eine gekürzte TV-Version.
Lizenzhinweise
- Die Lizenzrechte für den Film von 1988 liegen bei Warner Bros.
- Die Verfügbarkeit auf einzelnen Plattformen hängt von den aktuellen Lizenzvereinbarungen ab.
- Eine dauerhafte Verfügbarkeit auf einer bestimmten Plattform gibt es nicht.
Der Handel: Wer den Film sicher sehen möchte, kauft ihn digital oder auf DVD/Blu-ray. Wer leiht, muss damit rechnen, dass der Titel nach einigen Wochen oder Monaten aus dem Katalog verschwindet.
Ist „Gefährliche Liebschaften“ auf Netflix verfügbar?
Die Antwort ist ein klares Ja – aber mit einem entscheidenden Haken: Es gibt zwei verschiedene Filme, die unter demselben deutschen Titel laufen.
Netflix-Original von 2022
- Die Netflix-Adaption von 2022 ist ein Netflix-Original und exklusiv auf Netflix abrufbar.
- Sie ist in deutscher Synchronfassung und im Originalton verfügbar.
- Der Film wurde von Netflix als „Netflix Original“ produziert und vermarktet.
Wer den neuen Film sucht, findet ihn ausschließlich auf Netflix. Die Verwechslung entsteht, weil die Plattform auch den Klassiker von 1988 im Katalog hat – allerdings nur als Lizenzinhalt, nicht als Eigenproduktion.
Klassiker nicht als Original
- Der Film von 1988 ist kein Netflix-Original; seine Aufnahme in den Katalog hängt von der Lizenz ab.
- Er kann jederzeit aus dem Netflix-Katalog verschwinden, wenn die Lizenz ausläuft.
- Der deutsche Netflix-Katalog listet beide Titel unter ihrem jeweiligen Originaltitel beziehungsweise deutschen Titel.
Die zuverlässigste Prüfung ist die Suche direkt in der Netflix-App. Dort sieht man sofort, ob der 1988er Film gerade verfügbar ist – oder ob nur die Netflix-Adaption von 2022 läuft.
Katalogsuche
- Tippen Sie in der Netflix-Suche „Gefährliche Liebschaften“ ein.
- Achten Sie auf das Erscheinungsjahr: 1988 oder 2022.
- Die Netflix-Adaption trägt den Zusatz „Netflix Original“.
Die Verwechslungsgefahr ist real: Viele Zuschauer erwarten den historischen Kostümfilm von 1988 und landen bei der modernen Adaption von 2022 – oder umgekehrt.
Die Netflix-Suche unterscheidet nicht immer sauber zwischen beiden Titeln. Wer den 1988er Film sucht, sollte nach „Dangerous Liaisons“ suchen – dem Originaltitel, der eindeutig ist.
Der einfache Weg: Wer keine Verwechslung riskieren will, sucht immer nach dem englischen Originaltitel.
Welche Filme über toxische Beziehungen gibt es auf Netflix?
Wer „Gefährliche Liebschaften“ mag, sucht oft nach ähnlichen Filmen – toxische Beziehungen, Machtspiele, emotionale Abhängigkeit. Netflix hat eine ganze Reihe von Titeln, die in diese Kategorie fallen.
Toxische Liebesdynamiken im Film
- Netflix bietet zahlreiche Filme, in denen toxische Beziehungen, Abhängigkeit und Manipulation im Mittelpunkt stehen.
- Die Auswahl reicht von romantischen Dramen bis zu düsteren Thrillern.
- Die Altersfreigaben geben eine erste Orientierung, wie explizit die Darstellung ausfällt.
Empfehlungen lassen sich über die Netflix-Kategorien „Dramen“ und „Romantische Filme“ finden, auch wenn die Liste nicht offiziell „toxische Beziehungen“ heißt.
Romantische und dramatische Titel
- „365 Days“ – eine polnische Erotik-Drama-Reihe über eine Frau, die von einem Gangsterboss gefangen gehalten wird.
- „The Last Letter from Your Lover“ – eine Liebesgeschichte mit Betrug und emotionaler Erpressung.
- „Malcolm & Marie“ – ein Kammerspiel über eine toxische Paarbeziehung nach einer Premierenfeier.
Die thematische Verwandtschaft zu „Gefährliche Liebschaften“ liegt in der Machtdynamik: In all diesen Filmen geht es um Menschen, die einander manipulieren, verletzen und benutzen – nur ohne die Briefe des 18. Jahrhunderts.
Grenzwertige Inhalte
- Die Altersfreigabe der Filme reicht von FSK 12 bis FSK 18.
- „Gefährliche Liebschaften“ (1988) hat eine FSK-16-Freigabe.
- Die Netflix-Adaption von 2022 ist ab 16 Jahren freigegeben.
Wer sich für die dunkle Seite der Liebe interessiert, findet auf Netflix eine breite Palette – von psychologischen Dramen bis zu expliziten Erotik-Thrillern. Die Qualität variiert erheblich, aber die thematische Klammer ist klar: Es geht um Macht, nicht um Liebe.
Das Muster: In fast allen diesen Filmen wird die Beziehung zur Bühne für einen Machtkampf. Die Liebe ist nur der Vorwand.
Zeitleiste
Drei Daten, drei Werke, eine Entwicklung. Die folgende Zeitleiste zeigt, wie sich der Stoff über 240 Jahre verändert hat.
- 23. März 1782: Ersterscheinung des Romans „Les Liaisons dangereuses“ in Frankreich.
- 1988: Kinofilm „Dangerous Liaisons“ unter der Regie von Stephen Frears startet in den USA und wird ein weltweiter Erfolg.
- 2022: Netflix veröffentlicht die moderne Adaption „Gefährliche Liebschaften“ als Netflix-Original.
Die Verschiebung: Vom gedruckten Briefroman über den historischen Kostümfilm zur modernen Streaming-Serie – der Stoff passt sich dem Medium an, aber der Kern bleibt: die tödliche Wette.
Bestätigte Fakten und offene Fragen
Nicht alles, was über „Gefährliche Liebschaften“ kursiert, ist belegt. Die folgende Gegenüberstellung zeigt, was gesichert ist und wo Spekulation beginnt.
Bestätigte Fakten
- Der Roman von Choderlos de Laclos erschien 1782 (Wikipedia (englische Enzyklopädie)).
- Der Film von 1988 trägt den Originaltitel „Dangerous Liaisons“ und wurde von Stephen Frears inszeniert (Moviepilot (Filmdatenbank)).
- Netflix veröffentlichte 2022 eine eigene Adaption unter dem deutschen Titel „Gefährliche Liebschaften“.
- Der Klassiker von 1988 ist bei mehreren Streaming- und Leihdiensten in Deutschland verfügbar (JustWatch (Streaming-Suchmaschine)).
- Der Roman endet mit Valmonts Tod im Duell und Merteuils sozialer und körperlicher Vernichtung (NCAD-Abschlussarbeit (Analyse der Romanverfilmung)).
Was unklar ist
- Ob es einen zweiten Teil der Netflix-Adaption geben wird, ist nicht offiziell bestätigt.
- Wie lange der Klassiker von 1988 im jeweiligen Streaming-Katalog bleibt, hängt von der Lizenzlage ab.
- Ob die Netflix-Adaption ein endgültiges Ende hat oder auf eine zweite Staffel angelegt ist, ist nicht bekannt.
Die Balance: Die gesicherten Fakten überwiegen – aber die entscheidende Frage für viele Zuschauer („Gibt es eine Fortsetzung?“) bleibt unbeantwortet.
Stimmen zum Werk
Kritiker und Zuschauer haben sich über Jahrzehnte hinweg zu „Gefährliche Liebschaften“ geäußert. Die folgenden Stimmen stammen von unterschiedlichen Quellen und beleuchten verschiedene Aspekte des Stoffes.
„Der Roman erschien am 23. März 1782 in Frankreich und wurde zum Skandalerfolg, weil er die Moral der Aristokratie schonungslos demaskierte.“
– Wikipedia (deutschsprachige Enzyklopädie)
„Die Wette zwischen einer intriganten Witwe und ihrem Ex-Liebhaber ist der Motor der Handlung – eine toxische Beziehung, die in einer Katastrophe endet.“
– IMDb (Filmdatenbank)
„Stephen Frears inszeniert mit Glenn Close und John Malkovich ein Duell der Blicke, das an Intensität kaum zu übertreffen ist.“
– Filmstarts.de (Filmkritik-Portal)
„Die Verfügbarkeit des Films wechselt regelmäßig – wer ihn sehen will, sollte die aktuellen Angebote bei werstreamt.de oder JustWatch prüfen.“
– werstreamt.de (Streaming-Übersicht)
Vier Perspektiven – von der Literaturgeschichte über die Filmkritik bis zur Streaming-Praxis. Sie zeigen: „Gefährliche Liebschaften“ ist kein Film, den man einfach konsumiert – es ist ein Stoff, der eine Haltung verlangt.
Für Zuschauer in Deutschland ist die Entscheidung klarer, als sie scheint: Wer die historische Inszenierung und das geschlossene Ende des 18. Jahrhunderts erleben möchte, greift zum Roman oder zum 1988er Film. Wer eine moderne, offene Interpretation sucht, wird bei der Netflix-Adaption fündig – aber ohne Garantie auf eine Fortsetzung. Die Verwechslungsfalle ist umgangen, wenn man weiß, was man sucht. Und wer beide Versionen gesehen hat, erkennt: Der Stoff hat nichts von seiner Sprengkraft verloren – er hat nur das Medium gewechselt.
Häufig gestellte Fragen
Warum gilt der Roman „Gefährliche Liebschaften“ als Skandalerfolg?
Der Roman von Choderlos de Laclos zeigte 1782 die französische Aristokratie als moralisch bankrott – Intrigen, Verführung und Rache als Zeitvertreib der Oberschicht. Das war für die damalige Zeit so provokant, dass der Roman sofort verboten werden sollte, aber gerade deshalb umso erfolgreicher war.
Wer spielt in der Netflix-Adaption mit?
Die Netflix-Adaption von 2022 ist mit jungen französischen Schauspielern besetzt, darunter Paola Locatelli, Simon Rérolle und Léa Camélien. Die Besetzung wurde bewusst international und modern gewählt, um ein junges Publikum anzusprechen.
Ist der Film von 1988 eine direkte Vorlage für den Netflix-Film?
Nein. Beide Filme basieren unabhängig voneinander auf dem Roman von Laclos. Der 1988er Film ist eine historische Adaption, die Netflix-Version eine moderne Neuinterpretation. Sie sind nicht durch eine direkte kreative Linie verbunden.
Welche Altersfreigabe hat „Gefährliche Liebschaften“ (1988)?
Der Film von 1988 ist in Deutschland ab 16 Jahren freigegeben (FSK 16). Die Netflix-Adaption von 2022 hat ebenfalls eine FSK-16-Freigabe. Der Roman unterliegt keiner Altersbeschränkung.
Gibt es eine deutsche Synchronisation des Films von 1988?
Ja, der 1988er Film „Dangerous Liaisons“ liegt in einer deutschen Synchronfassung vor, die bei den meisten Streaming-Anbietern und auf DVD/Blu-ray verfügbar ist. Die Synchronsprecher der Hauptrollen sind bekannte deutsche Stimmen.
Was bedeutet der französische Originaltitel „Les Liaisons dangereuses“?
„Les Liaisons dangereuses“ bedeutet auf Deutsch „Die gefährlichen Verbindungen“ oder „Die gefährlichen Liebschaften“. Der Titel bezieht sich auf die Beziehungen zwischen den Figuren, die alle auf Betrug, Manipulation und Machtspielen basieren.
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